09.02.2010

BJR unterstützt Q11 Schüler/-innen-Proteste



Der Bayerische Jugendring (BJR) unterstützt die Proteste der Schülerinnen und Schüler, die am kommenden Freitag in verschiedenen Städten Bayerns für Verbesserungen an der G8-Schulreform auf die Straße gehen. „Wir teilen die Sorge anlässlich der großen zeitlichen Belastungen, die jungen Menschen durch das G8 auferlegt werden. Wer bis spät nachmittags in der Schule sitzt und dann noch Hausaufgaben bearbeiten muss, kann in der verbleibenden Zeit kaum noch anderen Aktivitäten nachgehen. Ehrenamtliches Engagement, z.B. in der Jugendarbeit, Lernen außerhalb des schulischen Curriculums oder selbstbestimmte Gestaltung der Freizeit sind unter solchen Rahmenbedingungen praktisch unmöglich. Dabei sind auch sie wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen“, kritisiert BJR-Präsidentin Martina Kobriger. „Wir tragen die Forderungen der Schülerschaft nach Verbesserungen am System G8 mit. Die Schule ist für die Schüler und Schülerinnen da – und nicht umgekehrt.“

Ausreichend Zeit für selbstbestimmtes Aufwachsen


In der „Gautinger Erklärung“ vom vergangenen Oktober fordert der BJR die Staatsregierung auf, durch schul- und hochschulpolitische Maßnahmen dafür zu sorgen, dass junge Menschen über ausreichend Freizeit verfügen. Bereits in einem Beschluss vom März 2008 heißt es: „Eine Schule, die nur noch Lebensraum und -zeit von Kindern und Jugendlichen mit Leistungsdruck und Konkurrenz besetzt, lehnen wir ab. Schulen sollen Lern- und Lebensorte sein (…), außerschulische Lernorte und Freizeitaktivitäten einbeziehen.“ Der BJR fordert außerdem im Besonderen für die Schülerinnen und Schüler an Ganztagsschulen ein Unterrichtsende um spätestens 16.00 Uhr, die Abschaffung von Hausaufgaben und eine Entschlackung der Lehrpläne.


Link zur Protestwebseite: Q11 - Bildungsstreik


 

30.11.2009

Jugendarbeit an der Seite von Studierenden und Schüler/-innen

Der Bayerische Jugendring stellt sich an die Seite der protestierenden Studierenden sowie der Schüler/-innen. Seit 2005 fordert der BJR die Abschaffung der Studienbeiträge und hat zahlreiche sehr ähnliche und ergänzende Positionen zum Bildungssystem beschlossen: der BJR fordert u.a. die Demokratisierung von Schule sowie die Stärkung der Schülermitverantwortung (SMV) und unterstützt in diesem Zusammenhang auch die Forderung nach einer Demokratisierung des Hochschulsystems durch die Stärkung der Mitspracherechte aller Beteiligten im Bildungssystem.

Darüber hinaus positionierte sich der BJR-Hauptausschuss im Oktober 2009 gegen die zunehmende Verschulung des Hochschulsystems. Die „Gautinger Erklärung“ fordert die bayerische Staatsregierung auf, alle notwendigen schul- und hochschulpolitischen Maßnahmen zu ergreifen, damit Jugendliche und junge Erwachsene weiterhin über ausreichend freie Zeit verfügen, um sich neben ihrer Ausbildung gesellschaftlich engagieren zu können.

Auch die zeitliche Belastung von Schülerinnen und Schülern hat sich erhöht, etwa durch das G8 oder durch den Ausbau der Ganztagsschule. Anforderungen an Unterrichts- und Prüfungsvorbereitung haben zugenommen, Jugendliche haben immer weniger Zeit, ein kontinuierliches Ehrenamt etwa als Jugendleiter/-innen oder Verbandsvorsitzende auszuüben. Der BJR fordert daher u.a.: die Entschlackung der Lehrpläne, einen unterrichtsfreien Nachmittag pro Woche und ein Unterrichtsende um spätestens 16 Uhr sowie die Abschaffung von Hausaufgaben an Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht über die siebte Schulstunde hinaus.


Weitere Links:
unsereunibrennt.de (Deutschland)
unsereuni (Österreich)
Google-Map mit besetzten Unis


 

28.09.2009

135. BJR-Hauptausschuss in Gauting

Vom 16. bis 18. Oktober findet der 135. Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings im Institut für Jugendarbeit Gauting statt. Der BJR-Hauptausschuss ist das höchste Beschluss fassende Gremium der Jugendarbeit in Bayern.

Wahl der Präsidentin. Am Abend des 16. Oktober wurde Martina Kobriger in ihrem Amt als Präsidentin des Bayerischen Jugendrings bestätigt. Damit tritt die 42-jährige Politologin ihre fünfte und damit automatisch letzte Amtszeit an. (siehe Pressemitteilung 21)



Besuch von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.
Am Samstag war der Fachminister zum ersten Mal Gast des Hauptausschusses. Neben einer jugendpolitischen Grundsatzrede gab es viel Zeit für Gedankenaustausch (siehe Pressemitteilung 22) Anregungen zur Ausgestaltung von Schule und Hochschule finden sich in der Gautinger Erklärung wieder, die den Fokus auf Vereinbarkeit von Ehrenamt und Ausbildung legt (siehe Pressemitteilung 23). Außerdem wurden Forderungen zu den Richtlinien für offene Ganztagsschule beschlossen (siehe Pressemitteilung 24).

Pressemitteilungen:
21-2009 BJR-Hauptausschuss_Wahl Präsidentin.pdf
22-2009 BJR-Hauptausschuss_Kultusminister Spaenle.pdf
23-2009 BJR-Hauptausschuss_Gautinger Erklärung.pdf
24-2009 BJR-Hauptausschuss_Richtlinien offene Ganztagsschule.pdf

Beschlüsse:
Zu den Beschlüssen


Weitere Links:
Satzung

 

18.09.2009

Die Jugend in Bayern hat gewählt

 


U18 ist abgeschlossen: Mehr als 20.000 Jugendliche haben in den 141 bayerischen Wahllokalen ihre Stimme bei der größten Bundestagswahlsimulation aller Zeiten abgegeben.

Presse- und Hintergrundinformationen aus Bayern finden sich auf der bayerischen U18-Seite: http://www.u18.org/27.0.html 

Aktuelle Informationen zur Aktion gibt es auf der U18-Webseite: www.u18.org

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Wichtiger Hinweis zur BJR-Webseite:

Der Webauftritt des BJR wird momentan überarbeitet. Eventuelle Einschränkungen in der Funktion von bjr.de, bitten wir zu entschuldigen.